Die Pinacoteca di Brera befindet sich im historischen Palazzo di Brera, in dem auch die Nationalbibliothek, die Sternwarte, der Botanische Garten, das Istituto Lombardo di Scienze e Lettere sowie die Akademie der Bildenden Künste untergebracht sind. Der Palast und das umliegende Viertel haben ihren Namen von der alten „braida“, was so viel wie „Vorstadtfeld“ bedeutet.
In den 38 Galerien des Museums sind Meisterwerke bedeutender italienischer Künstler vom 14. bis zum 19. Jahrhundert zu sehen – darunter Piero della Francesca, Mantegna, Raffael, Caravaggio, Tintoretto, Bellini und Bronzino. Im Eingangshof steht Canovas berühmte Statue von Napoleon I.
Zu den Höhepunkten der Sammlung zählen Raffaels „Die Hochzeit der Jungfrau Maria“, Mantegnas „Der tote Christus“ und Bellinis „Pietà“. Die Pinacoteca bewahrt zudem ein bedeutendes Archiv an Zeichnungen, das in der Regel Wissenschaftlern vorbehalten ist und Werke von Leonardo da Vinci sowie Vorentwürfe von Guido Reni und Ludovico Carracci umfasst. Bemerkenswert ist auch das Brera-Brambilla-Tarot, das Teil der Visconti-Sforza-Serie ist, die 1463 von Francesco Sforza in Auftrag gegeben wurde.